Check in Berufswelt in Krefeld
Im Interesse der hiesigen Wirtschaft haben sich Unternehmen aus der Stadt Krefeld und Kreis Viersen mit ihren Wirtschaftsförderungsgesellschaften gemeinsam mit IHK Mittlerer Niederrhein, Agentur für Arbeit, Unternehmerschaft, Kreishandwerkerschaft und Hochschule Niederrhein Viersen zu einer konzertierten Aktion zusammengeschlossen. Damit wollen sie den Unternehmen der Samt- und Seidenstadt sowie aus den Städten und Gemeinden des Kreises Viersen die Möglichkeit bieten, sich den ausbildungswilligen Jugendlichen im Rahmen von Check in Berufswelt vorzustellen. Möglichst viele Unternehmen in der Region sollen hierfür am letzten Freitag des laufenden Schuljahres ihre Türen für Absolventen der Jahrgangsstufen 9 bis 13 öffnen, ihre jeweiligen Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen aufzeigen und über die von den Bewerbern erwarteten Voraussetzungen für verschiedne Berufe in Krefeld informieren.
Über 25.000 Schüler der weiterführenden Schulen in Krefeld und im Kreis Viersen und deren Eltern werden zuvor über eine Plakataktion und mit einem eigens dafür aufgelegten Ausbildungsmagazin zum Besuch der teilnehmenden Unternehmen eingeladen. Mit Hilfe von zusammengestellten Fakten zu Ausbildungsberufen und Weiterbildungsmöglichkeiten in Handwerk, Handel, Dienstleistung und Industrie sollen die Jugendlichen sich gezielt die Arbeitgeber aussuchen können, die sie am Aktionstag mit Hilfe der IHK kennen lernen wollen.
Ein sprecher der der IHK: Bei den sinkenden Schülerzahlen wird es für die Unternehmen schwer, geeigneten Nachwuchs zu generieren. Ich hoffe, dass wir es schaffen, diesmal 50 Unternehmen und 4.000 interessierte Jugendliche zu finden. Wer noch nicht genau weiß, wohin ihn sein Einstieg ins Berufsleben führen soll, ist hier genau richtig. Die IHK: Bei der Veranstaltung ist sehen, hören und anfassen möglich. So können sich die Schüler einen umfassenden Eindruck verschaffen und natürlich auch sofort alle offenen Fragen beantworten lassen. Hartmut S. von der Unternehmerschaft Niederrhein ergänzt: Wir wollen nicht nur Hochglanzbroschüren verteilen sondern Arbeitsplätze zeigen und den jungen Menschen klarmachen, was sie mitbringen müssen. In Krefeld gibt es viele Nischenberufe. Sie brauchen eine Plattform, um sich zu präsentieren.
Dafür bedarf es jedoch nicht nur des Engagements der Initiatoren, sondern vor allem der Bereitschaft der Unternehmen, das Projekt zu unterstützen und mit interessanten Aktionen am 9. Juli für ihre Ausbildungsplätze, eventuell in Kombination mit dualen Studiengängen, sowie für Praktika- und Trainee-Stellen zu werben. Mit der wirtschaftlichen Erholung des Landes nehmen der Kampf gegen den Fachkräftemangel und der Wettbewerb um die Besten wieder zu. Viele Großkonzerne haben bereits Stabsstellen für die Akquise von Nachwuchskräften geschaffen und umfangreiche Kampagnen gestartet, um sich als attraktive Arbeitgeber zu positionieren, ihre Lehrstellen gut zu besetzen und den Hochschulnachwuchs frühzeitig an sich zu binden. Ein Aufwand, den nicht jedes Unternehmen betreiben kann.